Lagerblog SoLa 2020

Lagerblog Sommerlager 2020

Sonntag, 5. Juli 2020

Nach langem Warten geht es nun endlich wieder los. Unter dem diesjährigen SoLa-Motto „1907“ versammelten wir uns um 9:00 Uhr in der Früh am Bahnhof. Ganz Corona-Konform reisten wir mit Schutzmasken nach Mettau. Dort angekommen liefen wir den steilen Weg hoch zum Lagerplatz, wo uns die restlichen Leiter herzlich begrüssten. Nach dem Mittagessen wurden uns die strengen Schutzmassnahmen für ein Corona-freies Lager ausführlich erläutert. Mit dem Wissen, wie man nun richtig seine Hände wäscht, bauten wir unsere Zelte auf, wo wir uns direkt einnisteten. Gleich danach fingen wir mit dem Konstruieren unseres Lagerbaus an.
Der Nachmittag verging ganz schnell. Umso mehr freuten wir uns auf die leckere Pasta zum Abendessen. Als wir gleich nachher (etwas zu früh) zum Guet-Nacht-Lied gepfiffen wurden, hatten wir alle ein etwas mulmiges Gefühl. Und siehe da, dieses Gefühl hat sich bestätigt, denn uns erwartete der Übertritt mancher Wölfe zu uns Pfadern. Wir alle (unter anderem auch unsere frisch gebackenen Pfader) waren nun todmüde. Deshalb freuten wir uns umso mehr auf die erste Nacht vom SOLA 2020.

Montag, 6. Juli 2020

Richtig gut verpennt (die Nacht war überraschend warm) wurden wir um 7:30 Uhr aus unseren Zelten gepfiffen. Nach dem Frühstück hatten wir noch Gelegenheit unseren Lagerbau fertigzustellen.
In der uns geschenkten Freizeit haben wir unsere eigene Feuerstelle ausgegraben, was übrigens sehr streng war. Die Älplermagronen zum Mittag waren köstlich. Nach dem Erledigen aller Ämtli hatten wir noch Zeit uns auszutoben, bis es dann mit dem Geländespiel begann. Hierbei waren die eine Gruppe die Schmuggler, die ihre Spaghetti heil über das ganze Spielfeld weg von den Zöllnern transportieren mussten.
Die feine asiatische Pfanne zum z’Nacht hat uns perfekt für den kommenden Seilziehwettbewerb gestärkt (wir haben sogar gegen alle Leiter gewonnen). Zum Tagesende spielten wir noch eine Runde Bulldoggen. Erschöpft sangen wir nun gemeinsam das Guet-Nacht-Lied, wo wir dann gleich in die Federn sanken.

Dienstag, 7. Juli 2020

Am Morgen wurden wir wie üblich um 7:30 Uhr von unseren Leitern geweckt. Nach dem Essen und Eincremen (es war ein sehr heisser Tag), mussten wir uns sportlich bekleiden. Daraufhin war unsere Stimmung leicht gedrückt, weil wir dachten es gäbe einen Orientierungslauf im Dorf. Doch am Sportplatz angekommen, haben wir die grossen aufgeblasenen Luftbälle gesehen und die Faulheit verflog im Nu. Das Bubble-Soccer Turnier machte viel Spass, denn wir konnten einander durch den ganzen Platz werfen, ohne gross verletzt zu werden.
Richtig hungrig vernaschten wir dann das Risotto, welches es zu Mittagessen gab. Der Nachmittag war sehr spannend, denn wir frischten unsere Pfaditechnik für den kommenden Haik auf. Mit aktivierten Hirnzellen und frisch geduscht, genossen wir das Gulasch mit Polenta (lecker!) zum Nachtessen. Das Abendprogramm war cool, denn wir haben miteinander unseren ersten Lagertanz getanzt. Voller Vorfreude auf den nächsten SOLA-Tag gingen wir zu Bett.

Mittwoch, 8. Juli 2020

Müde kämpften wir uns am Mittwochmorgen aus unseren Zelten. Nach dem alltäglichen Frühstück bereiteten wir uns aufs Plantschen im Schwimmbad vor. Dort tobten wir reichlich am Sprungturm herum und rösteten uns an der prallen Hitze. Frei vom Dreck kehrten wir zurück nach Mettau und verschlangen das Birchermüesli zum Lunch.
Der Nachmittag handelte rund um das Thema Natur und Umwelt. Hierbei erforschten wir bei einem Spaziergang auf dem Waldweg viele verschiedene Baumarten und lernten welche Arten sich am besten für ein Feuer eignen. Auch wurde uns erklärt, wie wichtig Biodiversität für die Welt ist, um unsere schöne Erde vor dem Klimawandel zu schützen.
Später hatten wir noch Besuch von unserem Präses. Er erzählte uns die Geschichte von Momo und den Traumfängern. Momo war ein Männlein, welches von Haus zu Haus wanderte und für schöne Träume sorgte. Das Auffangen böser Träume machte ihn aber so müde, dass er dafür nun eine andere Lösung finden musste. Daraufhin hat er für die Menschen ein Netz gebastelt, welches alle Albträume abfängt. Somit bleiben nur noch die schönen Träume in den ihren Gedanken. Begeistert von der tollen Geschichte durften wir schliesslich unsere eigenen Traumfänger basteln, damit wir auch im SOLA vor gemeinen Träumen geschützt sind. Den Rest des Abends verbrachten wir noch mit leckerer Paella in unseren Gamellen und dem weiteren Einstudieren des Lagertanzes, bis wir irgendwann tief in unsere Traumwelt sanken.

Donnerstag, 9. Juli 2020

Ein lauter Pfiff ertönte um 7:30 Uhr über dem Lagerplatz. Nach dem Händewaschen und dem z’Morge kontrollierten alle ihr Gepäck für den Haik. Am wichtigsten waren das Geld zum „chrömle“, Sonnencreme, Wasser und natürlich der Schlafsack. Wir durften unseren Schlafsack und das Mätteli abgeben, dafür trugen wir die Blachen und Pflocksäcke selber.
Mit viel Motivation und in einer Affenhitze liefen wir los. Die Karte führte uns ins Dorf Ittenthal. All unsere Gruppen verliefen sich auf dem Weg mindestens einmal. Die Falken kamen als erste am Ziel an, weil sie alleine liefen. Ihre Selbständigkeit setzte sich auch nachher durch, denn stellten ihren Blachenbau alleine auf. Die Gruppen Leu, Adler und Jaguar bauten gemeinsam einen abgeänderten Achterfirst auf (der Bau bot Schlafplatz für 32 Leute!). Vom netten Bauern von nebenan bekamen wir gratis Kirschen und Wasser. Den z’Nacht mussten wir leider kalt essen, da die nächste Feuerstelle 2 km vom Lager entfernt war. Die Ravioli schmeckten trotzdem. In der Nacht schliefen viele Pfader draussen, um den klaren Sternenhimmel zu geniessen. Bei den Falken jedoch wurde um Mitternacht das Zelt gelegt. Wir vermuten, dass es schelmische Jungs aus dem Dorf waren. Die Leiter schauten kurz vorbei, ob alles in Ordnung war. Nach diesem Zwischenfall konnten wir die restliche Nacht aber glücklicherweise durchschlafen.

Freitag, 10. Juli 2020

Am Morgen haben wir uns um 9:00 Uhr versammelt. Vom Treffpunkt aus liefen wir ins Freibad Laufenburg, um uns von der schweisstreibenden Wanderung vom Vortag zu erholen.
Zurück am Lagerplatz konnten wir unsere Bäuche mit Bratkartoffeln und Geschnetzeltem vollstopfen. Nach den Ämtli gab es eine lange Siesta, damit wir unsere Energiezellen aufladen konnten.
Später bekamen die Aufgabe in unseren Gruppen ein Musikvideo zu drehen. Es war sehr schwierig ein Lied zu finden, welches allen im Fähnli gefällt. Unsere Jungs haben dasselbe Lied gewählt, nämlich den Soundtrack von Star Wars. Einige Gruppen kamen sogar noch zum filmen mancher Szenen.
Zum z’Nacht gab es einen mega gesunden Fitnessteller mit vielen verschiedenen Salaten.
Den restlichen Abend haben wir am Lagerfeuer verbracht. Ganz traditionell wurden Lieder gesungen und auch reichlich lustige Witze erzählt. Erschöpft vom Haik gingen wir tief und fest schlummern.

Samstag, 11. Juli 2020

„Tüüt-tüüt-tüüüüt!“, gleich um Mitternacht schrillte es lauthals über den gesamten Lagerpatz. Mit halboffenen Äuglein stolperten Pfader, wie auch Leiter aus ihren Zelten. Heute war nämlich der Vennertag angesagt. Hierbei wurden wir alle in neue Gruppen formiert. In den Ländern Deutschland, Amerika, China und Russland kämpften wir um möglichst viele Punkte, um das von unseren Vennern vorbereitete Leiterlispiel weit möglichst zu erklimmen.
Die Nachtübung enthielt ein Geländespiel, wo wir die gegnerischen Schiffe versenken mussten, und Vanille- und Schokocreme als „Bettmümpfeli“, bis wir uns dann endlich wieder schlafen legten.
Ein bisschen ausgeschlafen, assen wir das Konfibrötli zum Frühstück. Weiter ging es mit dem Einstudieren eines Theaters über die einzelnen Länder. Mit den mit Kreativität gefüllten Köpfen, füllten wir nun auch unsere Bäuche mit Bamigoreng, welches es zu Mittag gab.
Am Nachmittag erwartete uns im Wald ein zweites Geländespiel. Hier mussten sich die Länder Nahrungsmittel erkämpfen, um sich für den Krieg zu stärken.
Hungrig vom Prügeln und Rammeln, schlangen wir genüsslich die Gerstensuppe zum z’Nacht hinunter. Nach dem Erledigen der Ämtli war nun endlich „Showtime“!
Die Theateraufführungen der Länder waren sehr lustig und unterhaltsam. Einige Pfader und Leiter entfalteten sich sogar als herausragende Schauspieler. Mit Russland als Gewinner des Vennertags gingen wir nun müde ins Bett.

Montag, 13. Juli 2020

Mit den ersten Strahlen der Morgensonne wurden wir unsanft aus unseren Schlafsäcken gerissen. Die Zweitagestour stand uns bevor und als erstes packten wir unser Material zusammen. Dann gab es Frühstück und wir fassten unseren Lunch. Gleich darauf waren wir schon abmarschbereit. Für die Wanderung wurden wir in zwei Laufgruppen eingeteilt. Die erste Gruppe war die schnellere, die einen weiteren Weg zurücklegen musste. In diesem Falle war es so, dass die erste Gruppe am ersten Tag die doppelte Strecke der zweiten wanderte, denn der Weg führte von Mettau aus über den Geissberg nach Villigen und dann wieder hoch zum Endziel Döttingen. Die Wege führten vor allem durch Wälder, entlang mehrerer Feldwege und teilweise asphaltierten Strassen. Die Sonne brannte gnadenlos nieder, bis wir zum Geissberg kamen, wo die erste Gruppe zu Mittag ass. Vom Geissberg aus ging es nur noch bergab und geradeaus, was allen Gruppenmitgliedern nur recht sein konnte, denn je länger die Tour dauerte, desto weniger wurde gesprochen. Jeder und jede konzentrierte sich auf seinen eigenen Rhythmus. Schritt, Schritt, Schritt. Gegen den späten Nachmittag kamen wir nun endlich an unserem Ziel, der Turnhalle Bogen in Döttingen, an. Die zweite Gruppe war bereits eine Weile dort und spielte Spiele in der Turnhalle oder vergnügte sich draussen auf der grünen Wiese. Dann war Freizeit und duschen angesagt, bis die Küche feinen Fleischkäse mit Kartoffelsalat mitbrachte. Nach dem Abendessen gab es bald schon das Gute-Nacht-Lied und die Pfadi St. Georg legte sich erschöpft schlafen.

Dienstag, 14. Juli 2020

Am zweiten Tag der Zweitagestour standen wir wieder früh auf und packten unsere Schlafsäcke wieder ein. Nach dem Morgenessen gab es noch eine Rucksackkontrolle und dann ging es gleich schon wieder los, der asphaltierten Strasse entlang aus Döttingen hinaus Richtung Kleindöttingen. Dort verliessen wir die befahrenen Strassen und bogen auf einen Feldweg ein. Im Schein der immer stärker werdenden Morgensonne folgten wir diesem Weg in den dichten Wald und kamen ganz zufällig an der Pfadi Helfenberg, der zweiten Gossauer Pfadi, vorbei. Bald war es bereits Mittag und die Küche fuhr das Essen zu einem kleinen Dorf, wo sie uns mit Brot, Käse und Aufschnitt erwarteten. Gierig verschlungen wir das leichte Mahl und gönnten uns eine kleine Pause, bevor es zum letzten Abschnitt des Weges ging. Mit dem Geruch von frischem Heu in der Nase sahen wir in der Ferne die zweite Gruppe als kleine schwarze Schemen und versuchten ihnen zuzuwinken. Sie sahen es nicht. Von dort aus mussten wir nur noch in den Talkessel und einen waldigen Hügel bezwingen, bis wir die grosse Gossauer Fahne in der Ferne erblickten. Der Lagerplatz war nur noch ein Katzensprung entfernt. Ausgelaugt kamen wir nun endlich am Lagerplatz an. Müde packten wir unser Sack und Pack aus und genossen die Freizeit im Schatten unseres Lagerbaus. Es waren zwei anstrengende, aber schöne Tage gewesen.

Freitag 17.07.2020

Schon um 7:00 Uhr wurden wir am letzten Morgen im SoLa geweckt. Nach dem letzten Frühstücksmahl mit Schoggimilch ging es dann auch schon los mit dem Abbau. Zuerst packten wir unsere sieben Sachen zusammen und brachten unser Gepäck zum Bus hinauf. Als dann die Zelte ausgeräumt und blitz blank rausgeputzt waren, brachen wir diese ab und verpackten sie wieder in ihre Hülle. Nach dem gründlchen Fätzlen gab es dann schon bald Zmittag. Nun war es war an der Zeit, uns mit Tränen in den Augen vom wunderschönen Lagerplatz und den Wildschweinen zu verabschieden.
Mit einem kurzen Marsch an die Bushaltestelle begann schon die Heimreise. Bevor wir in den Bus einstiegen, bekamen wir alle wieder eine Schutzmaske verteilt. Blöderweise verpassten wir in Frick unseren Anschlusszug, weshalb wir eine halbe Stunde auf den nächsten Zug warten mussten. Auf der Zugfahrt waren viele müde und haben geschlafen, bis wir dann endlich in Gossau angekommen sind und unseren Eltern in die Arme fallen konnten. Aufgrund der Covid-Massnahmen verabschiedeten wir uns dieses Jahr mal ohne Tschi-Ai-Ai. Nachdem die Spez-Abzeichen verteilt worden sind, hiess es dann schon Tschüss SoLa und bis zum nächsten Jahr!

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